Letzte Änderung:
20.03.2012



Spruch des Tages

Was hat Windows mit U-Booten gemeinsam? Kaum macht man ein Fenster auf, fangen die Probleme an.
Java




Daten ausgeben



Zur Ausgabe auf dem Bildschirm haben Sie bis jetzt die Methode

System.out.println(“ “) ;

genutzt, ohne dass Sie näher auf ihre Bedeutung und Möglichkeiten eingegangen sind. Die Methode gibt Ihnen auf einfache Art und Weise die Möglichkeit, Ausgaben auf dem Bildschirm zu erzeugen. Dabei wird der Inhalt, der sich in den Klammern befindet, auf dem Bildschirm ausgegeben. Wenn Sie einen Text ausgeben möchten, dann müssen Sie ihn in Anführungszeichen setzen. Sollen Inhalte von Variablen ausgegeben werden, dann werden diese ohne Anführungszeichen angegeben. Zur Kombination von Texten mit Inhalten von Variablen dient das + -Zeichen. Das Besondere an der Methode ist, dass sie nach jeder Ausgabe einen Zeilenumbruch ausführt. Hier einige Beispiele:

// Ausgabe einer Zeichenkette in einer Zeile
System.out.println ("Dies ist ein Text");
// Ausgabe einer Kombination von Zeichenketten und
// Variablen in einer Zeile
System.out.println ("Dies ist ein Text" + Variable1 + "Dies ist ein Text");
// Ausgabe einer Zeichenkette über mehrere Zeilen
System.out.println ("Zeile1\n Zeile2\n Zeile3");

Die neuen Zeilen werden durch die Escape-Sequenz \n ausgelöst.


Formatierte Ausgabe


Zusätzlich zur Methode
System.out.println(“ “);

verfügt Java über eine weitere Methode zur Ausgabe auf dem Bildschirm.

System.out.printf(“ “, Ausdruck1, Ausdruck2, … );

Mit dieser Methode haben Sie die Möglichkeit, eine formatiere Ausgabe auf dem Bildschirm zu erzeugen. Dies bedeutet, dass Sie den Inhalt von Variablen innerhalb eines Fließtextes ausgeben können und dabei gleichzeitig die Möglichkeit besteht, die Inhalte der Variablen zu formatieren. So können z. B. bei einer Gleitkommazahl die Anzahl der Stellen nach dem Dezimaltrennzeichen vorgeben werden. Hierzu werden Platzhalter, die eine vorgegebene Syntax haben, innerhalb des Fließtextes eingebaut. Die Variablen, deren Inhalte an den Stellen der Platzhalter eingefügt werden sollen, werden im Anschluss des Fließtextes, durch Komma getrennt, angegeben. Dabei ist auf die Einhaltung des richtigen Datentyps, der exakten Anzahl und richtigen Reihenfolge zu achten. Ein Platzhalter beginnt stets mit dem % - Zeichen. Danach folgen, je nach Datentyp und Formatierungswunsch eine oder mehrere Angaben.

Hierzu einige Beispiele:

// Ausgabe einer Zeichenkette mittels der printf Methode
System.out.printf ("Dies ist ein Text");
// Ausgabe einer Variablen vom Datentyp int innerhalb
// einer Zeichenkette.
System.out.printf (“Anzahl: %d Stück“,iVariable);
// Ausgabe einer Variablen vom Datentyp double
// Erzeugt eine Ausgabe mit 6 Dezimalstellen, dabei wird
// das Dezimaltrennzeichen nicht mitgezählt
System.out.printf (“Gewicht: %g kg“,dVariable);
// Ausgabe einer Variablen vom Datentyp double
// mit 2 Nachkommastellen
System.out.printf (“Saldo: %.2f Euro“,dVariable);
// Ausgabe einer Variablen vom Datentyp double
// mit 2 Nachkommastellen und insgesamt 10 Stellen;
// dabei wird das Dezimaltrennzeichen mitgezählt. Ist
// Zahl größer als die angegebene Anzahl der gesamten
// Stellen, wird die Gesamtstellenangabe ignoriert. Der Nachkommaanteil
// wird nicht gerundet, sondern abgeschnitten.
System.out.printf (“Saldo: %10.2f Euro“,dVariable);
// Ausgabe einer Variablen vom Datentyp char
System.out.printf (“Das Zeichen: %c “,cVariable);
// Ausgabe einer Variablen vom Datentyp String
System.out.printf (“Eine Zeichenkette %s “,sVariable);



Platzhalter	Datentyp der ausgegeben wird
%d	        Ganzzahl Datentyp
%g	        Gleitkomma Datentyp, mit insgesamt 6 Dezimalstellen
%10.3f	        Gleitkomma Datentyp, mit insgesamt 10 Dezimalstellen incl. Dezimaltrennzeichen. Dabei beträgt der Nachkommaanteil 3 Dezimalstellen.
%x	        Ausgabe einer ganzen Zahl in hexadezimaler Schreibweise
%b       	Boolean-Datentyp
%c	        Char-Datentyp
%s	        String-Datentyp


Zur Verkürzung der Schreibweise kann die Methode printf in Form einer Konsolenanweisung programmiert werden. Dies sieht dann wie im folgenden Beispiel aus:

import java.io.* ;// import der java.io.* Bibliothek
public class Consolenausgabe
{
  public static void main (String[] args)
  {
	Console cons = System.console() ;
	// Definieren einer Variablen vom 
        // Datentyp Console und Zuweisung 
        // der Methode System.console() an 
        // die Variable cons
	cons.printf ("Dies ist ein Text") ;	
        // printf als Konsolenausgabe
  }
}